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Zuletzt aktualisiert: 29. März 2026 · 11 Min. Lesezeit · von Lars Sinsel

Make vs. Zapier 2026: Welches Tool lohnt sich für Shopify? [Preisvergleich]

Make.com vs. Zapier im ehrlichen Vergleich: Preise, Features, Shopify-Integration. Für die meisten E-Commerce-Händler ist Make günstiger und mächtiger.

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Make vs. Zapier 2026 — Direktvergleich
Tool Score Preis
Top Make.com 9/10 ab $9/Monat (10.000 Ops)
Zapier 7.5/10 ab $19.99/Monat (750 Tasks)

Make vs. Zapier auf einen Blick

Ich nutze seit 2023 Make.com in unserem Shopify-Store mit vierstelligem Produktkatalog. Vorher war ich zwei Jahre bei Zapier. Der Wechsel war die beste Entscheidung.

Nicht weil Zapier schlecht ist — sondern weil Zapier für Shopify-Händler mit echtem Automatisierungsbedarf einfach zu teuer ist.

TL;DR: Make.com gewinnt für Shopify-Händler. Günstiger, tiefere Shopify-Integration, besseres Error-Handling. Zapier ist nur besser, wenn du 1-2 einfache Automationen brauchst und nie mehr — oder wenn du schon 200+ Zaps gebaut hast und der Wechsel sich nicht lohnt.

KriteriumMake.comZapier
Einstiegspreis$9/Mo$19.99/Mo
Free Plan1.000 Ops/Mo100 Tasks, 5 Zaps
PreismodellOperationenTasks
App-Integrationen1.500+5.000+
Shopify-Tiefe⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐⭐
LernkurveMittelEinfach
Error-Handling✅ Eingebaut (alle Pläne)⚠️ Nur Professional ($49)
Multi-UserAb Teams $29Ab Team $69
EmpfehlungShopify-HändlerEinsteiger mit 1-2 Automationen

Preisvergleich: Was kostet Make vs. Zapier wirklich?

Das ist der Punkt, der die Entscheidung für die meisten Shopify-Händler macht.

Make.com Preise 2026

PlanPreis/MonatOperationenSzenarien
Free$01.000 Ops2 aktive
Core$910.000 OpsUnbegrenzt
Pro$1610.000 Ops + Prio-ExecutionUnbegrenzt
Teams$2910.000 Ops + Team-FeaturesUnbegrenzt
EnterpriseCustomCustomUnbegrenzt

Zapier Preise 2026

PlanPreis/MonatTasksZaps
Free$0100 Tasks5 Zaps
Starter$19.99750 TasksUnbegrenzt
Professional$492.000 TasksUnbegrenzt
Team$692.000 TasksUnbegrenzt + Multi-User
Company$14950.000 TasksUnbegrenzt

Der entscheidende Unterschied: Zapier-Starter für $19.99/Mo gibt dir 750 Tasks. Make-Core für $9/Mo gibt dir 10.000 Operationen.

Jetzt ist das Tricky: Zapier und Make rechnen unterschiedlich. Ein 3-Schritt-Workflow bei Make verbraucht 3 Operationen. Bei Zapier zählt er als 1 Task (da Zapier nicht nach Steps sondern nach Task-Ausführungen rechnet — ein kompletter Workflow-Durchlauf = 1 Task).

Also mache ich die Rechnung: Bei einem typischen Shopify-Order-Workflow mit 3 Schritten (Bestellung empfangen → Slack-Notification → Google Sheets eintragen):

  • Make: 3 Ops pro Bestellung → 10.000 Ops = ~3.333 Bestellungen automatisierbar für $9/Mo
  • Zapier: 1 Task pro Bestellung → 750 Tasks = 750 Bestellungen für $19.99/Mo

Für unseren Store mit ~800 Bestellungen/Monat: Make $9 vs. Zapier $19.99. Klar.

Wer 10.000 Automatisierungen/Monat braucht: Make Pro $16 vs. Zapier Professional $49. Make ist 67% günstiger.


Integrationen: Zapier hat mehr — macht das einen Unterschied?

Zapier hat 5.000+ App-Integrationen. Make hat 1.500+. Das klingt nach einem klaren Zapier-Sieg.

In der Praxis ist das irrelevant für 95% der Shopify-Händler.

Die relevanten Tools für E-Commerce-Automatisierung sind bei beiden dabei:

  • Shopify (beide nativ)
  • Klaviyo, Mailchimp, ActiveCampaign (beide)
  • Google Sheets, Airtable, Notion (beide)
  • Slack, Teams (beide)
  • WooCommerce, BigCommerce (beide)
  • Stripe, PayPal (beide)
  • Zendesk, Gorgias, Freshdesk (beide)

Wo Zapier wirklich gewinnt: Nische-Tools aus dem US-Enterprise-Bereich, ältere Buchhaltungssoftware, spezifische HR-Systeme. Wenn du Salesforce, HubSpot CRM und 12 andere Unternehmenstools synchronisierst, ist Zapiers Bibliothek ein echtes Plus.

Für einen typischen Shopify-Store: Prüf deine 5 wichtigsten Tools — beide unterstützen sie wahrscheinlich.


Shopify-Integration im Direktvergleich

Das ist der Punkt, der Make für Shopify-Händler entscheidet.

Make Shopify-Modul (50+ Trigger/Actions):

  • Bestellungen: Erstellt, aktualisiert, bezahlt, storniert, fulfilled
  • Kunden: Erstellt, aktualisiert, Tags gesetzt
  • Produkte: Erstellt, aktualisiert, Inventar geändert
  • Discounts: Erstellt, aktualisiert
  • Fulfillments: Tracking hinzugefügt, storniert
  • Abandoned Checkouts, Refunds, Draft Orders
  • Bonus: HTTP-Modul für Custom API-Calls, wenn der native Connector nicht reicht

Zapier Shopify (~30 Trigger/Actions):

  • Grundlegende Bestellungs-Trigger
  • Kunden- und Produkt-Events
  • Weniger granulare Filter-Optionen

Praxisbeispiel Make: Bestellung mit Tag “wholesale” → Rechnung in Google Sheets erstellen → PDF an Kunden senden → Eintrag in Airtable für Buchhaltung → Slack-Notification an Einkaufsteam. Das geht in einem einzigen Make-Szenario mit Routing.

Praxisbeispiel Zapier: Für denselben Workflow brauchst du mehrere Zaps oder Premium-Features — und das Error-Handling ist auf dem Starter-Plan nicht verfügbar.

Für Shopify-spezifische Automationen lohnt sich ein Blick auf unseren Artikel zu Shopify mit Make automatisieren.


Benutzerfreundlichkeit: Wer lernt schneller?

Das ist der einzige Punkt, wo Zapier klar vorne ist.

Zapier: Linearer “If This → Then That”-Aufbau. Du wählst einen Trigger, einen oder mehrere Actions, fertig. Ohne Einarbeitung kannst du in 5 Minuten deinen ersten Zap bauen.

Make: Visueller Canvas, auf dem du Szenarien als Flowchart zeichnest. Router, Filter, Error-Handler, Aggregatoren — das ist mächtiger, aber steiler in der Lernkurve. Wer Make zum ersten Mal öffnet, ist kurz erschlagen. Mein erster nützlicher Workflow hat ca. 20 Minuten gedauert.

Meine Einschätzung: Nach 2-3 Stunden Make Academy (kostenloser Kurs) ist die Lernkurve überwunden. Make Academy ist übrigens gut gemacht — ich habe in einem halben Tag das Fundament gelernt.

Für wen Zapier sinnvoller ist: Wenn du buchstäblich 1-2 Automationen in deinem Leben aufsetzen willst (z.B. “sende mir eine Email wenn mein Shopify eine Bestellung bekommt”), und nie wieder an Automatisierungen denkst — dann spare dir die Make-Einarbeitung.


Error-Handling und Zuverlässigkeit

Das unterschätzte Argument für Make.

In einem echten Shopify-Store laufen Automatisierungen hunderte Male am Tag. Manchmal scheitern sie — die Shopify-API antwortet zu langsam, ein Pflichtfeld fehlt, eine externe API ist down.

Make: Auf allen Plänen (auch Free und Core $9) kannst du für jeden Schritt konfigurieren, was bei einem Fehler passiert: Retry, Rollback, alternative Route, manuelle Benachrichtigung.

Zapier: Error-Handling ist erst ab Professional ($49/Mo) verfügbar. Auf Starter ($19.99) erfährst du per Email von Fehlern — aber du kannst keine automatischen Retry-Logiken konfigurieren.

Für einen Shopify-Store ist das kein Luxus-Feature. Wenn der Webhook einer Bestellung scheitert und die Fulfillment-Automatisierung nicht anläuft, merkt das im schlechtesten Fall erst der Kunde.


Wer sollte Make nehmen, wer Zapier?

Make.com wählen wenn:

  • Du 3+ Automatisierungen für deinen Shopify-Store brauchst
  • Du Wert auf stabiles Error-Handling legst
  • Kosten eine Rolle spielen (sie spielen immer eine Rolle)
  • Du komplexere Logik willst: Routen, Bedingungen, Datentransformationen

Zapier wählen wenn:

  • Du buchstäblich 1-2 einfache Automationen brauchst und nie mehr
  • Du komplett ohne Einarbeitung starten willst und das OK ist
  • Du bereits 100+ Zaps aufgebaut hast — der Wechselaufwand übersteigt dann die Kostenersparnis
  • Du Enterprise-Tools brauchst, die Make nicht hat (überprüfe das vorher)

Klar gesagt: Für Shopify-Händler unter €500K Jahresumsatz gibt es keinen guten Grund, Zapier über Make zu wählen — außer du hast bereits investiert und willst nicht wechseln.


Migration: Von Zapier zu Make wechseln

Ein Import-Tool von Zapier zu Make existiert nicht. Zaps müssen manuell als Make-Szenarien nachgebaut werden.

5-Schritt-Anleitung:

  1. Zap-Inventur: Liste alle aktiven Zaps mit ihren Triggern und Actions. Priorisiere nach Häufigkeit der Ausführung.
  2. Make-Account einrichten: Free Plan reicht zum Testen. Make Academy Kurs starten (ca. 2h).
  3. Wichtigste Zaps zuerst migrieren: Beginne mit dem 1-2 meistgenutzten Workflows als Make-Szenarien nachzubauen.
  4. Parallel testen: Lasse Zapier und Make 2-3 Tage parallel laufen und vergleiche Ausführungen.
  5. Zaps deaktivieren: Wenn Make stabil läuft, Zapier-Abo kündigen oder downgraden.

Zeitaufwand: 5 einfache Zaps: ca. 2-3 Stunden. 20 komplexe Zaps: plane einen halben Tag.

Für die detaillierte Übersicht aller Alternativen lies unseren Vergleich der Zapier Alternativen.


Fazit: Make gewinnt für Shopify-Händler

Ich habe beide Tools ausführlich genutzt. Die Entscheidung ist einfach:

Make.com ist für Shopify-Händler das bessere Tool — günstiger, tiefere Shopify-Integration, eingebautes Error-Handling, und für alle relevanten E-Commerce-Apps verfügbar.

Zapier ist nicht schlecht. Es ist nur teuer für das, was es bietet. $19.99/Monat für 750 Tasks ist in 2026 schwer zu rechtfertigen, wenn Make für $9 das Dreizehnfache bietet.

Der einzige sinnvolle Grund für Zapier: Wenn du bereits ein großes Zapier-Setup hast und der Wechselaufwand den ROI auffrisst. Dann bleibt Zapier — bis der Vertrag ausläuft.

Alle anderen: Wechsel zu Make. Der Free Plan ist ohne Kreditkarte — du kannst es heute noch ausprobieren.

Make.com kostenlos testen →

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FAQ

Ist Make besser als Zapier?

Make.com ist für Shopify-Händler die bessere Wahl: günstiger ($9 vs. $19.99/Mo), mehr Operationen (10.000 vs. 750 Tasks auf Einsteiger-Plan) und tiefere Shopify-Integration. Zapier ist nur für Einsteiger mit 1-2 simplen Automationen sinnvoll.

Was ist der Unterschied zwischen Make und Zapier?

Zapier ist linear (“If This → Then That”), Make nutzt einen visuellen Canvas mit Routen, Filtern und eingebautem Error-Handling. Zapier rechnet nach Tasks, Make nach Operationen — Make ist dadurch 3–5x preiswerter bei vergleichbarem Volumen.

Ist Make.com kostenlos?

Ja. Make.com bietet einen dauerhaften Free Plan mit 1.000 Operationen pro Monat — keine Kreditkarte nötig. Zapier bietet zum Vergleich nur 100 Tasks und maximal 5 Zaps kostenlos.

Kann ich von Zapier zu Make wechseln?

Ja. Bestehende Zaps müssen manuell als Make-Szenarien nachgebaut werden, da kein Import-Tool existiert. Make Academy bietet kostenlose Kurse. Für 5-10 Zaps rechne mit ca. 2-3 Stunden Umstiegsaufwand.

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