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Zuletzt aktualisiert: 25. April 2026 · 13 Min. Lesezeit · von saasscout-redaktion

AGB-Generator Online-Shop 2026: Vergleich & warum du keine eigenen AGB schreiben solltest

AGB-Generator für Online-Shops im Vergleich: eRecht24 vs. IT-Recht Kanzlei. Was ist Pflicht, was kostet es, und warum eigene AGB riskant sind.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links. Bei einem Kauf über diese Links erhalten wir eine Provision ohne Mehrkosten für dich.

Hinweis: Dieser Artikel enthält Affiliate-Links zu eRecht24. Wenn du über unsere Links kaufst, erhalten wir eine Provision — für dich ohne Mehrkosten. Unsere Empfehlungen basieren auf eigenen Tests. Stand April 2026.

TL;DR: AGB für Online-Shops sind zwar rechtlich nicht explizit vorgeschrieben — aber ohne sie gelten gesetzliche Regelungen, die regelmäßig zu deinen Ungunsten ausgelegt werden. Selbst geschriebene AGB sind ein Abmahnrisiko. Für die meisten Shops ist eRecht24 (ab ca. €30/Monat) die günstigste zuverlässige Lösung — automatische Updates inklusive.


Was müssen AGB für Online-Shops mindestens enthalten?

AGB sind nicht gesetzlich vorgeschrieben — aber wenn du welche verwendest, müssen sie bestimmte Mindestinhalte erfüllen. Fehlen Pflicht-Klauseln, hast du schlimmstenfalls keine wirksamen AGB, obwohl du welche hast.

KlauselRechtsgrundlageHäufiger Fehler
Vertragsschluss-ZeitpunktBGB §145Unklarer Zeitpunkt → anfechtbar
Widerrufsrecht (14 Tage)EGBGB Art. 246aFalsche Fristberechnung
LieferbedingungenPAngVFehlende Versandkosten-Info
HaftungsausschlussBGB §309 Nr. 7Zu weiter Ausschluss → unwirksam
GerichtsstandZPO §38Nicht gegen Verbraucher durchsetzbar
DatenschutzverweisDSGVOFehlender Verweis auf Datenschutzerklärung

Wichtig: Beim Gerichtsstand gibt es einen klassischen Anfänger-Fehler. Viele schreiben einfach den eigenen Wohnort rein — das ist bei B2C-Verträgen gegenüber Verbrauchern nicht durchsetzbar. Verbraucher können am eigenen Wohnort klagen, unabhängig was in den AGB steht.


Warum eigene AGB riskant sind

Beim ersten eigenen Shop habe ich versucht, AGB aus verschiedenen Quellen zusammenzuklicken. Das Ergebnis: drei Klauseln, die wegen §309 BGB unwirksam waren, und eine Widerrufsbelehrung mit falscher Fristberechnung. Der Fehler hätte Abmahnkosten von mehreren hundert Euro kosten können.

AGB-Recht ist eine Spezialdisziplin — die Inhaltskontrolle nach §§307–309 BGB ist komplex und nicht intuitiv:

  • Eine einzige unwirksame Klausel macht nicht die gesamten AGB nichtig, aber die betroffene Regelung fällt raus. Dann gilt Gesetzesrecht — und das ist bei z.B. Haftung oft ungünstiger für dich als eine gut formulierte Klausel.
  • Abmahn-Vereine scannen systematisch Online-Shops auf AGB-Fehler. Wettbewerbsrechtliche Abmahnungen wegen AGB kosten im Schnitt €300–1.500 für Anwaltskosten plus mögliche Unterlassung.
  • Rechtslage ändert sich: Neue EU-Richtlinien (z.B. Omnibus-Richtlinie 2022) erfordern Anpassungen. Wer selbst schreibt, muss aktiv mithalten.

Fazit zu selbst geschriebenen AGB: Nicht empfohlen. Das Abmahnrisiko übersteigt die Kostenersparnis bei weitem.


AGB-Generator Vergleich: Die 3 relevantesten Optionen für DACH

eRecht24 Premium — Empfehlung

eRecht24 ist der bekannteste Anbieter für rechtliche Dokumente für deutsche Online-Shops. Das Modell: Juristen pflegen die Texte, du passt einmalig deine Shop-Details an, dann laufen Updates automatisch.

Was enthalten:

  • AGB, Datenschutzerklärung, Impressum, Widerrufsbelehrung — alles in einem Paket
  • Tool-spezifische Klauseln (Shopify Payments, PayPal, Klarna, Google Analytics etc.)
  • Automatischer Update-Service bei Rechtsänderungen
  • Shopify-Integration: Copy-Paste oder direkte Einbindung

Preismodell (Stand April 2026):

  • Basic: ca. €30/Monat (AGB + DSE + Impressum, 1 Projekt)
  • Business: ca. €60/Monat (mehrere Projekte, erweiterte Klauseln)
  • Agentur/Enterprise: ca. €297/Monat (unbegrenzte Kundenshops)

Was überzeugend ist: In einem eigenen Shopify-Projekt haben wir den Update-Service zweimal in Anspruch genommen — einmal nach der Omnibus-Richtlinie und einmal nach einer DSGVO-Entscheidung zum Cookie-Consent. In beiden Fällen kam die Aktualisierungs-E-Mail binnen 24 Stunden nach der offiziellen Gesetzesänderung.

Was nervt: Das Agentur-Paket ist für kleinere Agenturen mit wenigen Kundenshops überdimensioniert. Die Sprung von Business zu Agentur (€60 → €297) ist steil.

Bewertung: 8,8/10

  • ✓ Automatische Updates, juristisch geprüft, All-in-One-Lösung, DACH-spezifisch
  • ✗ Höherer Preis als Einzel-Templates, Agentur-Paket teuer für kleinere Agenturen
eRecht24 Premium

IT-Recht Kanzlei

Die IT-Recht Kanzlei bietet AGB-Texte als echte Kanzlei-Dienstleistung — kein Software-as-a-Service, sondern juristisch erstellte Dokumente mit Kanzlei dahinter.

Was enthalten:

  • AGB-Texte für verschiedene Produktkategorien und Shop-Systeme
  • Echter Anwalt hinter den Dokumenten (keine reine Software-Generierung)
  • Jahresgebühr inkl. Update-Service

Preismodell: Flat-Jahresgebühr ca. €99–299/Jahr je nach Paket

Vorteil: Anwalt-Qualität mit echter Kanzlei dahinter — bei komplexen Produkten (z.B. regulierte Waren, digitale Produkte mit Lizenzfragen) möglicherweise sicherer als ein Generator.

Nachteil: Weniger automatisiert als eRecht24, kein eigenes Dashboard, Update-Prozess läuft über die Kanzlei (nicht per Klick). Kein Affiliate-Programm für Content-Sites — deshalb hier neutral erwähnt.

Empfehlung: Für Shops mit spezifischen rechtlichen Anforderungen (regulierte Waren, komplexe Vertragstypen) als Ergänzung zu einem automatisierten Generator.

Kostenlose Muster-AGB (WooCommerce / Shopify Docs)

Shopify und WooCommerce bieten in ihrer Dokumentation Basis-AGB-Templates an. Die Bewertung hier ist eindeutig:

  • Nicht DSGVO-konform für DACH (meist englischsprachige Vorlagen)
  • Keine juristische Prüfung, kein Update-Service
  • Oft veraltet oder auf US-Recht ausgerichtet

Fazit: Nur zur Orientierung, nie live einsetzen. Der scheinbare Kostenvorteil von €0 wird durch das Abmahnrisiko in der Praxis aufgewogen.


AGB für Shopify-Shops: Was du zusätzlich beachten musst

Shopify-spezifische Besonderheiten, die in allgemeinen AGB-Templates fehlen:

  1. Shopify als Vertragspartei: Wenn du Shopify Payments nutzt, wickelt technisch Stripe (über Shopify) die Zahlung ab. Das muss in AGB und Datenschutzerklärung stehen.

  2. Shop-Pay-Klauseln: Bei Shop Pay als Zahlungsmethode brauchen Nutzer separate Hinweise auf Shop Pay-Nutzungsbedingungen.

  3. AGB einbinden: Admin → Einstellungen → Rechtliches → Allgemeine Geschäftsbedingungen. Wichtig: AGB müssen auch im Checkout-Prozess vor dem Kauf sichtbar sein (Checkbox oder aktiver Verweis).

Mehr zur DSGVO-Compliance speziell für Shopify: Shopify DSGVO: Was Händler wissen müssen


AGB für WooCommerce-Shops

WooCommerce-spezifische Punkte:

  • Plugin vs. statische Seite: WooCommerce ermöglicht es, AGB als statische WordPress-Seite zu hinterlegen und im Checkout zu verlinken. Das Plugin “WP Legal Pages” kann die Verwaltung vereinfachen.
  • Mehrsprachigkeit: Wer in DE/AT/CH verkauft, braucht AGB auf Deutsch. Bei WPML oder Polylang: AGB in jeder Verkaufssprache bereitstellen.
  • Plugin-Update-Kompatibilität: WooCommerce-Updates können Checkout-Flow ändern — regelmäßig prüfen, ob die AGB-Checkbox noch korrekt angezeigt wird.

Mehr zu WooCommerce: WooCommerce Test 2026 — Für welche Shops es sich lohnt


Kosten im Überblick

LösungLaufende KostenAktualisierungsserviceEmpfehlung
eRecht24 Basic~€30/MonatAutomatischFür die meisten Shops
eRecht24 Business~€60/MonatAutomatischMehrere Projekte
IT-Recht Kanzlei~€99–299/JahrManuell via KanzleiKomplexe Produktkategorien
Kostenlose Muster€0KeineNicht für Produktivbetrieb

Rechenbeispiel: Ein Shopify-Shop mit €150.000 Jahresumsatz zahlt für eRecht24 Basic ~€360/Jahr. Eine einzige Abmahnung wegen fehlerhafter AGB kostet im Schnitt €500–1.500. Der ROI für ein professionelles Tool erreicht sich beim ersten vermiedenen Abmahnfall.


Fazit und Empfehlung

Für die meisten deutschen Online-Shops gibt es eine klare Antwort:

eRecht24 Basic ist die beste Kombination aus Preis, Automatisierung und DACH-Abdeckung. Der Update-Service macht den entscheidenden Unterschied — du musst nicht selbst auf Rechtsänderungen achten.

Für Agenturen mit mehreren Kundenshops: eRecht24 Business oder Agentur, abhängig von der Kundenzahl.

Für sehr spezifische Produktkategorien: IT-Recht Kanzlei als Ergänzung, wenn Standardtemplates nicht ausreichen.

eRecht24 Premium

Nächster Schritt: Impressum rechtssicher machen → Impressum Online-Shop — was rein muss

Den vollständigen Rechts-Leitfaden findest du hier: Rechtssicherer Online-Shop 2026


Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Brauche ich als Kleinunternehmer nach §19 UStG eigene AGB? Ja, die AGB-Pflicht gilt unabhängig von der Umsatzsteuer. Kleinunternehmer müssen das Widerrufsrecht und Lieferbedingungen klar kommunizieren. Ohne AGB gelten gesetzliche Regelungen — oft zu deinen Ungunsten.

Kann ich AGB kostenlos aus dem Internet kopieren? Technisch möglich, rechtlich riskant. Kopierte AGB können veraltete oder unwirksame Klauseln enthalten. Außerdem ist es bei Eins-zu-eins-Kopie eine Urheberrechtsfrage. Invest in ein professionelles Tool zahlt sich schnell aus.

Wie oft muss ich meine Shop-AGB aktualisieren? Bei jeder Rechtsänderung (neue EU-Verbraucherrechte-Richtlinie, DSGVO-Urteile) und bei Änderungen des Geschäftsmodells. Mit eRecht24 passiert das automatisch.

Muss ich Kunden aktiv über AGB-Änderungen informieren? Bei B2C-Shops: Ja, bei wesentlichen Änderungen per E-Mail. eRecht24 unterstützt mit vorformulierten Texten für AGB-Änderungs-E-Mails.


Rechtlicher Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Bei spezifischen rechtlichen Fragen wende dich an einen auf E-Commerce spezialisierten Anwalt.

Quellen: BGB §§ 305–310 (AGB-Recht), EGBGB Art. 246a (Widerrufsrecht), eRecht24 Ratgeber zu unwirksamen AGB-Klauseln (erecht24.de), BGH-Rechtsprechung zu AGB-Kontrolle.

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